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Osterode am Harz, Westlich Röddenberg

Foto: Kreiswohnbau Osterode am Harz/Göttingen GmbH

Westlich Röddenberg

Stadt/Gemeinde

Osterode am Harz

Quartier(e)​

Westlich Röddenberg

Zahlen zu Stadt/Gemeinde und Quartier​

Ca. 22.000 Einwohner
431 Wohneinheiten
(zzgl. ca. 30 % Fremdbebauung)

Bewohnerstruktur im Quartier

Die Bewohnerstruktur ist überwiegend als sozial schwach und heterogen in Bezug auf Alter und soziokulturelle Zusammensetzung einzustufen. Der Anteil der Senioren liegt bei ca. 40 %. Die Nationalitäten teilen sich grob zwischen russischer (15 %), syrischer (10 %), türkischer (10 %) und deutscher Herkunft (50 %) auf. Der Rest besteht aus Splittergruppen. Der Familienanteil ist überdurchschnittlich.

Bebauung des Quartiers

Die bauliche Ausrichtung des Bestandes der Kreiswohnbau Osterode am Harz/Göttingen GmbH ist durch Mehrfamilienhäuser geprägt. Die Fremdbebauung teilt sich in Reihenhaus- und Einfamilienhausbebauung auf.

Besondere Merkmale

Durch gezielte Rückbau- und Neubaumaßnahmen in Verbindung mit intensiven Modernisierungsmaßnahmen des vorhandenen Wohnungsbestandes aus den 50er- und 60er-Jahren ist ein modernes und ansprechendes Wohngebiet etabliert worden, welches die heutigen Wohnansprüche voll und ganz erfüllt.

Projekt(e)

„Westlich Röddenberg“: Umbenennung des ehemaligen Quartiers Siechenfeld

Projektziele und Projektinhalt

Ziel ist die Aufwertung des Wohngebietes durch Bildung einer intakten Nachbarschaft im Rahmen einer sozialräumlichen Integration der heterogenen Bewohnerstrukturen.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet hierbei die aktive Einbeziehung der vor Ort lebenden Senioren für eine gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe sowie direkte Unterstützung und Hilfeleistungen im alltäglichen Leben.

Hierfür wurde eigens ein Stadtteiltreffprojekt initiiert, das Hilfestellung, Kommunikation, Unterhaltung und Betreuung zugleich sicherstellt.

Zur selben Zeit wurden Serviceleistungen, die auf die Bedürfnisse der älteren Klientel abgestimmt wurden, z. B. ein kostenloser Fahrservice zum Arzt und Apotheker, zum Einkaufen etc., eingeführt.

Die herausragende Akzeptanz des Stadtteiltreffs bzw. der Serviceleistungen haben zu einem deutlichen Imagegewinn, nicht nur für das Quartier, sondern auch für das Gesamtunternehmen geführt. Nachhaltige Nachfragestrukturen mit Wartelisten, nicht nur für die in dem ehemals benachteiligten Quartier stattfindenden Neubauprojekte, belegen den Erfolg.

Zeitgleich wurden Maßnahmen für junge Familien in Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege, Maßnahmen für behinderte Menschen im Rahmen von eigenständigen Wohngruppen in Kooperation mit Harz-Weser-Werkstätten (ambulant unterstütztes Wohnen) sowie Maßnahmen der Migrationsarbeit durch selbst eingesetzte Dolmetscher und die Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern in Zusammenarbeit mit Vereinen für Integrationsarbeit umgesetzt.

Projektpartner und Netzwerke

Paritätischer Wohlfahrtsverband Osterode, Harz-Weser-Werkstätten, StarQ, Stadtjugendpflege, Seniorenservicebüro des Landkreises, ehrenamtliche Helfer/-innen sowie Bewohner/-innen des Quartiers

Projektleitung

Die Koordination des Projekts und die Vermittlung über die entsprechenden Schnittstellen der Beteiligten erfolgt über die Kreiswohnbau Osterode am Harz/Göttingen GmbH.

Handlungsfeld(er)

Sozialraumbezug

Der Radius des Projektes geht deutlich über das betreffende Quartier hinaus und bezieht das gesamte Stadtgebiet mit ein.

Finanzierung und Förderung

Eigenfinanzierung, keine Förderung

Verwendete Methoden

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