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Bremen, „Vahr 2030“

Foto: GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen

„Vahr 2030“

Stadt/Gemeinde

Stadt Bremen

Quartier(e)​

Stadtteil Vahr: Ortsteile Gartenstadt Vahr, Neue Vahr Nord, Neue Vahr Südwest, Neue Vahr Südost

Zahlen zu Stadt/Gemeinde und Quartier​

Stadt Bremen: ca. 555.000 Einwohner (Ohne Bremerhaven)
Stadtteil Vahr: Fläche ca. 434 ha (Davon ca. 218 ha GEWOBA-Besitz)
Gartenstadt Vahr (1,86 km²): ca. 3.500 Einwohner
Neue Vahr Nord (0,86 km²): ca. 8.000 Einwohner
Neue Vahr Südwest (0,70 km²): ca. 4.300 Einwohner
Neue Vahr Südost (0,94 km²): ca. 7.300 Einwohner

Struktur des Quartiers

Die bis Anfang der 1960er-Jahre entstandenen Siedlungen „Gartenstadt Vahr“ und „Neue Vahr“ bilden das größte zusammenhängende Wohnquartier der Stadt und beherbergen ca. 9.000 Wohneinheiten der GEWOBA. Den Ideen der Gartenstadt folgend wurde die Vahr seinerzeit zum bundesweiten Modellprojekt für modernen Großwohnungsbau. Die „Neue Vahr“ besteht aus fünf Nachbarschaften. Diese haben jeweils ein kleines Zentrum, welches eine städtebauliche Dominante durch ein Punkthochhaus aufweist. Die restlichen Gebäude sind größtenteils als vier- bis fünfgeschossige Zeilen konzipiert. Der Stadtteil ist auf die Wohnfunktion hin ausgerichtet, ergänzt um Einrichtungen der lokalen Nahversorgung und der sozialen Infrastruktur. Etwa 50 % der Bewohner/-innen haben einen Migrationshintergrund. Aufgrund der Konzentration verschiedener Problemlagen wurde die „Neue Vahr“ Ende der 1990er-Jahre in unterschiedliche Förderprogramme aufgenommen.

Projekt(e)

„Vahr 2030“

Projektziele und Projektinhalt

Im Rahmen des Verfahrens „Vahr 2030“ sollen anknüpfend an die ursprünglichen planerischen Ideen und Konzepte der Vahr zukunftsfähige Leitbilder und Szenarien für die Weiterentwicklung und Ergänzung der Siedlung entwickelt werden, die es ermöglichen, die Historie der Vahr behutsam und unter Berücksichtigung der charakteristischen Eigenheiten fortzuschreiben.

Aus den unterschiedlichen Blickwinkeln eines interdisziplinären Expertenteams sollen die Konzepte der Vahr als „Stadt der Zukunft“ im Werkstattprozess daraufhin geprüft werden, ob sie aus Sicht der heutigen Bewohner/-innen sowie der am Prozess Beteiligten anzupassen oder weiterhin unverändert zeitgemäß sind.

Dabei soll aufgezeigt werden, wie die Vahr als Wohnstandort in Bremen funktioniert und wahrgenommen wird, wie sich die Strukturen, die die Vahr prägen, sinnvoll in die Zukunft überführen lassen und welche Potentiale sie bieten.

Im Laufe des Prozesses werden auf diese Weise Themen vom großen städtebaulichen Maßstab (z. B. Einbindung der Vahr in das umgebende städtische Gefüge, Wahrnehmung der Vahr als Wohnstandort) über Fragen der Programmierung (z. B. Nutzungsmischung) bis hin zum kleineren architektonischen Maßstab (z. B. Nachbarschaften) betrachtet und reflektiert. Nach einer Betrachtung des gesamten Gebiets und seiner Einbindung in das städtische Gefüge sollen Orte identifiziert werden, die vertieft in einem größeren Maßstab betrachtet und bearbeitet werden sollen.

Über eine Milieuanalyse werden im Rahmen des Beteiligungsverfahrens auch Bevölkerungsgruppen einbezogen, die für gewöhnlich nicht an planerischen Prozessen teilnehmen. Neben Erkenntnissen für die planerischen Überlegungen ergeben sich hieraus möglicherweise auch Hinweise zur Ergänzung bzw. Weiterentwicklung der kommunikativen und sozialen Prozesse im Quartier.

Nach einem Programmierungsworkshop sowie einem Vor-Ort-Workshop mit Bewohnern beginnt die Phase der Konzeptentwicklung. Diese wird durch drei thematisch fokussierte Werkstattgespräche strukturiert.

Im Rahmen der Werkstattgespräche sollen planerische Zwischenergebnisse zu den Themen „Einbindung und Erschließung“, „Grün und Freiraum“ sowie „Nachbarschaften
und Struktur“ vorgestellt werden. Zu diesen Werkstattgesprächen werden interne und externe Gäste unterschiedlicher fachlicher Ausrichtung, Bewohner/-innen sowie lokale Akteure zur Diskussion eingeladen. Nach dem dritten Werkstattgespräch werden die Ergebnisse des Werkstattverfahrens aufbereitet und in einem weiteren Bewohnerworkshop abgestimmt.

Die Ergebnisse des Prozesses bilden eine Basis für darauffolgende Verfahren, im Rahmen derer einzelne Orte in der Vahr weiterentwickelt und ergänzt werden können.

Video: Potenzial Großsiedlung – Zukunftsbilder für die Neue Vahr

https://www.youtube.com/watch?v=F1kM0bmBGiQ
(Das Video wird von Youtube eingebettet. Bitte beachten Sie dazu unsere Datenschutzerklärung)

Projektpartner und Netzwerke

Der Prozess „Vahr 2030“ wird durchgeführt von der GEWOBA in Kooperation mit dem Senator für Bau, Umwelt und Verkehr und dem Ortsamt Schwachhausen/Vahr sowie dem Beirat Vahr.

Neben den Kooperationspartnern sind verschiedene Stellen der öffentlichen Verwaltung, das städtische Quartiersmanagement, die lokalen Akteure und die Bewohner/-innen der Vahr beteiligt. Ebenfalls einbezogen sind die lokal tätigen Mitarbeiter der GEWOBA (Hauswarte, Gärtner, Vermieter).

Finanzierung und Förderung

Die Finanzierung erfolgt durch die GEWOBA.

Verwendete Methoden

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